Herzlich willkommen!
Wir freuen uns, Sie auf der WebSite des Deutschen Instituts für Wundheilung begrüßen zu dürfen. Mit den vorliegenden Ausführungen möchten wir unser Institut näher vorstellen und Ihnen einen kleinen Einblick zum Thema Wundheilung vermitteln. Unser Ziel ist es, zur Verbesserung des Managements chronischer Wunden beizutragen und die Vernetzung aller an der Wundversorgung beteiligten Institutionen zu fördern.
Kurzbericht über den 14. Radolfzeller Wundtag 2025
Am 08.11.2025 fand wieder der Radolfzeller Wundtag statt.
Die 14. Ausgabe des bewährten Formats wurde wieder zusammen mit dem Wundnetz Hegau-Bodensee organisiert.
Wie im Vorjahr war die Markolfhalle in Radolfzell-Markelfingen der Veranstaltungsort.
Mit gut 100 Teilnehmern und 13 Ausstellern war die Veranstaltung etwas weniger gut besucht als im Vorjahr.
Das auch von den Mitgliedern des Wundnetzes Hegau-Bodensee mitgestaltete Programm traf auf reges Interesse.
In acht Vorträgen gaben namhafte Referenten aus Klinik und Praxis, Pflege und Orthopädieschuhtechnik ein UpDate rund um das Thema Chronische Wunde.
Die Teilnehmer konnten wieder Rezertifizierungspunkte für DGfW, ICW und Registrierung beruflich Pflegender mitnehmen.
Team

Markus Schulz-Maucher
Inhaber
Krankenpfleger, Wundexperte ICW e.V.
Mobil 0151 23 58 32 26
E-Mail schulz-maucher@wound-care-guide.de

Björn Kattge
Stellvertretung / Organisator
Fachwirt im Gesundheitswesen / Wundexperte ICW/PaCare
Mobil 0151 70 33 32 91
E-Mail b.kattge@wound-care-guide.de
Über uns
Am 28. März 2005 wurde in Radolfzell das Deutsche Institut für Wundheilung (DIW) gegründet.
Mit diesem Schritt wollen die Gründer aus verschiedenen Berufsgruppen zur Verbesserung der Wundversorgung beitragen.
Unser Institut nutzt auch im RIZ (Radolfzeller Innovations- und Technologie- Zentrum) Schulungs- und Tagungsräume.
- Verbesserung der Wundversorgung und Vernetzung aller an der Wundversorgung beteiligten Institutionen.
- Durchführung von qualifizierten Fortbildungsveranstaltungen für medizinisches und nicht medizinisches Fach- und Hilfspersonal.
- Betreuung und Beratung von Dienstleistungsunternehmen und Institutionen im Gesundheitswesen.
- Klinische Forschung und Entwicklung im Bereich der Wund- und Heilmittelversorgung.
- Mitarbeit bei der Entwicklung von Leitlinien und Behandlungsstandards.
- Beratung und Begutachtung für Kostenträger.

Leistungen
Wirksame Konzepte zur effektiven Behandlung chronischer Wunden sind durchaus vorhanden.
- Die Bestandteile sind:
- Abgestufte Diagnostik bzgl. der zu Grunde liegenden Ursachen.
- Differenzierte Wundbehandlung
- Rezidivprophylaxe
Durch die aktuellen Gesundheitsreformen ergeben sich durchaus Chancen für durchgreifende Verbesserungen bei der Vorbeugung und Behandlung chronischer Wunden. Eine Voraussetzung für eine Änderung der Situation ist die Verbesserung des Ausbildungsstandes aller Beteiligten. Um die oben genannten Ziele zu verwirklichen, ist das DIW auf verschiedenen Gebieten aktiv.
Konkret bietet es:
- Beratung und Begutachtung von Einzelfällen für Kostenträger.
- Individuell gestaltete Fortbildungsmaßnahmen mit praxiserfahrenen Referenten. Firmen oder andere Partner können Veranstaltungen für ihre Mitarbeiter oder Kunden buchen. Das Angebot erstreckt sich vom Einzelvortrag bis zum mehrtägigen Seminaren. Themen, Inhalte, Dauer und Ort werden dabei auf die Bedürfnisse des Partners abgestimmt. Die komplette organisatorische Abwicklung kann übernommen werden.
- Hilfe bei der Suche nach kompetenten Referenten für eigene Veranstaltungen.
- Anwendungsorientierte klinische Forschung.
Schulungen

Schulungsorte
RIZ Radolfzell Im RIZ, dem Radolfzeller Innovationszentrum befindet sich ein Seminarbereich der vom DIW genutzt werden kann
- Radolfzeller Innovations Zentrum Seminarbereich
- Adresse: RIZ Radolfzell * Fritz Reichle Ring 6 * 78315 Radolfzell
- Telefon: 07732 / 939 1000
- WebSite des RIZ
- Hier erhalten Sie direkt eine Anfahrtsbeschreibung als PDF Datei [396 KB]
- Wie Sie mit dem Bus zum RIZ kommen erfahren Sie hier: www.stadtwerke-radolfzell.de/mobilitaet/stadtbus/
- Die Haltestelle der Buslinien 1+2 ist "Kasernenstr." und für Linie 2 "Walter Schellenberg Str." . Beide Haltestellen sind ca. 2-3 Minuten vom RIZ entfernt.
bfz-Radolfzell Im bfz dem Radolfzeller Berufsfortbildungszentrum befindet sich ein Seminarbereich der vom DIW genutzt werden kann
- bfz-Podologie Radolfzell - Seminarbereich
- Adresse: bfz Radolfzell * Robert-Gerwigstr. 11 * 78315 Radolfzell
- Telefon: 07732 / 8260-36 - 196
- WebSite der bfz-Podologie
Netzwerk
Wundtherapie
Feucht fördert die Heilung. Nach entsprechenden Laborversuchen wurde 1971 das Konzept der feuchten Wundbehandlung eingeführt. Heute ist der Wundbereich ein Marktplatz der Innovationen aber auch der Verwirrung. Betrachtet man jedoch die vorhandenen Material- und Stoffgruppen genau, ist eine doch grobe Einteilung möglich. Wichtig bei der Verwendung lokaltherapeutischer Mittel ist die phasengerechte Therapie. Dabei ist der Grundsatz nicht "Für jede Wunde ein...“, sondern "Jeder Wunde sein...“ lokaltherapeutisches Mittel, von zentraler Bedeutung.
Nicht vergessen sollte man, dass nur ein schlüssiges Gesamtkonzept mit Diagnostik und Ursachentherapie in der Wundbehandlung den gewünschten Erfolg bringt.
Wundchirurgie
Wichtige Bestandteile der Wundtherapie sind gewebeschonende chirurgische Maßnahmen zur Entfernung von Nekrosen (abgestorbenem Gewebe) und Eröffnung von Abszessen (Eiteransammlung). In diesem Bereich müssen technische und biologische Innovationen beurteilt und verglichen werden (z.B. Ultraschall, Wasserstrahl, Madentherapie). Anschließend ist eine sinnvolle Infektbekämpfung durch Medikamente (Antibiotika, antibakterielle Wundauflagen) sinnvoll. Häufig ist hierfür auch eine Grenzzonenamputation im Zehenbereich zur Verhinderung eines fortschreitenden Infekts mit drohender Beinamputation erforderlich.
Bei allen lokalen Maßnahmen ist zur Wundheilung eine ausreichende Durchblutungssituation notwendig und wenn nötig wieder herzustellen
(THEMA: Gefäßchirurgie, Druckentlastung).
Kompression
Ein unverzichtbarer Bestandteil der Behandlung von Venen- und Lymphgefäßerkrankungen ist die Kompressionstherapie. In Deutschland leiden ca. 2 Millionen Menschen an einem venös bedingten Ulcus cruris (offenes Bein), welches durch die alleinige konsequente Kompressionstherapie zur Abheilung gebracht werden kann. Die häufigsten Ulcusursachen sind die Varikosis (Krampfaderleiden) und das postthrombotische Syndrom (nach Beinvenenthrombose).
Es ist wichtig einen Überblick über die bekanntesten und effektiven Möglichkeiten einer erfolgreichen Kompressionstherapie zu haben. Nur dann ist sie bei korrekter Ausführung und Kenntnis über die Art der Anwendung (Mehrlagenkompression, Strümpfe, ...) nahezu nebenwirkungsfrei, führt schnell zum Erfolg und lässt sich in Klinik, Ambulanz und häuslichem Bereich leicht anwenden.
Pflege
Die Anwendung und Beratung beim Einsatz lokaltherapeutischer Mittel ist nicht mehr allein die Aufgabe des Arztes. In Klinik, Ambulanz und häuslichem Bereich sind qualifizierte Pflegekräfte für die Versorgung von Patienten verantwortlich. Grundlage hierfür ist die ständige Bereitschaft zur Weiterbildung als Reaktion auf die Einführung und Weiterentwicklung neuer Standards und Therapieformen. Durch die aktive Mitwirkung, Beobachtung, Beurteilung und Dokumentation von Wunden sowie die Kenntnis über den richtigen Einsatz lokaltherapeutischer Mittel und phasengerechter Wundversorgung, ist letztendlich im Gesamtkonzept des modernen Wundmanagements eine effektive Wundheilung möglich. Nur eine gezielte Überleitung vom stationären in den ambulanten/ häuslichen Bereich fördert die Sicherung der Qualitätsebene.
Die Vernetzung aller am Wundheilungsprozess beteiligter Institutionen führt letztendlich zum gewünschten Erfolg und ist Ausdruck eines Teamerfolgs.
Gefäßchirurgie
Die moderne Gefäßchirurgie hat sich inzwischen zu einer spezialisierten Fachdisziplin entwickelt, die häufig durch Wiederherstellung einer ausreichenden Durchblutung (Bypass, Aufdehnung,...) zur Erhaltung von amputationsbedrohten Beinen beiträgt. Hierfür ist allerdings eine exzellente Diagnostik der vorherrschenden Gefäßsituation bis zu den Füßen erforderlich. Eine unzureichende Darstellung der Durchblutungssituation kann zu Fehleinschätzungen mit nachfolgender Amputation führen. Zusätzlich spielt die Erfahrung des Gefäßchirurgen in Rekonstruktionen bis zum Fuß eine entscheidende Rolle (spezialisiertes Zentrum). In diesen Kliniken können nicht vermutete gefäßchirurgische Möglichkeiten zum "rettenden Strohhalm“ für den Patienten und auch deren Angehörigen werden.
